Fakten, Fakten, Fakten...
Unternehmensbeteiligungen abseits von Börsenschwankungen
Was wäre unsere Wirtschaft
ohne den Unternehmensaufbau oder -neustrukturierungen ohne Private Equity!?
Unsere Welt würde bedeutend anders aussehen!
Die Geschichte von Private Equity geht zurück bis zum Zeitraum der Jahrtausendwende um 1900. Damals finanzierten vermögende Privatleute Unternehmen in der Neugründung oder Weiterent-wicklung. So wurde auch der Grundstein für die Industrialisierung gelegt.
Die erste Private-Equity-Gesellschaft nach heutiger Definition war 1946 die American Research & Development (AR&D). 1960 begann der Siegeszug von Private Equity auch hier in Deutschland und wirkte dadurch am deutschen Wirtschaftswunder mit.
Was ist Private Equity und warum kennst es kaum jemand? Aktien, Aktienfonds, etc. bezeichnet man als Public Equity, da diese Anlageformen "öffentlich" gehandelt werden und von jedermann erworben und auch wieder veräußert werden können.
Das Gegenteil hiervon ist Private Equity. Hierbei handelt es sich um "private" Unternehmensbeteiligungen, welche nicht an der Börse notiert sind. Um sich jedoch direkt an einem Unternehmen beteiligen zu können, lagen die Anlagevolumina in der Vergangenheit bei etwa 5 Millionen EUR aufwärts. Seit einiger Zeit gibt es Gesellschaften, die die Gelder für Ihre Anleger zusammenführen, um - über den Fondsgedanken - den Anlegern auch diese attraktive Anlageform zu ermöglichen.
Wie funktioniert Private Equity?
Der Grundgedanke dahinter ist sehr einfach dargestellt: Es wird ein Unternehmen gekauft, bei dem es einer Veränderung bedarf. Nach der Veränderung wird es wieder veräußert. Sie partizipieren anteilig mit Ihrem Anlagevolumen am Gewinn zwischen Einkauf und Verkauf.
Warum ein Unternehmen durch ein Private-Equity-Unternehmen aufgekauft wird, kann unterschiedliche Gründe haben:
Beispiel 1
Es handelt sich um ein Start-Up-Unternehmen mit besonders guten und innovativen, marktreifen Ideen. Dem Unternehmen fehlt jedoch das Kapital die Ideen umzusetzen. An diesem Punkt bietet sich eine lukrative Einstiegsmöglichkeit einer Private-Equity-Gesellschaft. Die Private-Equity-Gesellschaft bringt zusätzlich ein bestehendes Netzwerk in der Wirtschaft mit in das Unternehmen ein.
Beispiel 2
Ein Unternehmen wurde in der Vergangenheit schlecht gemanaged, hat aber hochwertige Produkte, etc., die das Potential haben die Situation zu verändern. Das Unternehmen wird durch die Private-Equity-Gesellschaft neu strukturiert, effizienter gestaltet und mit einem neuem Netzwerk zurück zum Erfolg geführt.
Beispiel 3
Ein Unternehmen möchte expandieren und es fehlt das nötige Kapital oder ein Familienunternehmen hat keinen Nachfolger und möchte das Unternehmen in gute Hände veräußert wissen. Auch hier kommen die finanziellen Möglichkeiten sowie die Netzwerke von Private-Equity-Gesellschaften zum Tragen.
Natürlich gibt es noch viele weitere Gründe. Die Beispiele sollen Ihnen lediglich einen Eindruck der vielfältigen Hintergründe geben, die dazu führen können, dass sich eine Private-Equity-Gesellschaft für ein Unternehmen interessiert.
Für wen ist Private Equity geeignet? Sicherheit, Rendite, Risiko?
Das Potential der Renditeentwicklung dieser Anlageklasse kann, auf das einzelne Unternehmen bezogen, sehr unterschiedlich sein. In der Geschichte gab es nicht wenige Investitionen, die hohe, mehrstellige Renditen ergeben haben, was jedoch eher ein Glücksfall, denn der Normalfall ist.
Der Vorteil für Sie als Anleger in dieser Anlageklasse liegt darin, dass Sie sich mit einem Teil Ihres Ihres Vermögens in der Regel an einem Dachfonds beteiligen können. Hierbei werden die Anlagevolumina nochmals in mehrere Private-Equity-Fonds gestreut.
Die Streuung verringert das Ausfallrisiko sowie Ihr Renditepotential im Bezug auf ein Einzelinvestment!
Das Totalverlustrisiko, sowie das Teilverlustrisiko liegen finanzmathematisch bei nahezu 0 Prozent. Durch die hohe Streuung in Vielzahl von Unternehmen wird das Verlustrisiko somit nahezu ausgeschlossen. Zudem gehört Private Equity zum Bereich der Sachwerte, wodurch Ihre Anlage ebenfalls Inflationsschutz genießt.
Folgende Details sollten Sie für sich überprüfen und hinterfragen:
- Anlagehorizonte von 5 - 20 Jahren sollten kein Problem darstellen, auch wenn die Regel eher bei 6 - 8 Jahren liegt.
- Sollte Ihr Kapital zu gering sein, müssen die langen Laufzeiten umso genauer bedacht werden.
- Private Equity sollte nur ein Baustein Ihres Anlageportfolios sein (Ihre Rücklagen sollten auf mehrere Anlageklassen aufgeteilt sein)
- Kaufen Sie kein Produkt dessen Ablauf Sie nicht nachvollziehen können.
Worauf Sie achten sollten
- Achten Sie darauf, dass sich das Unternehmen rein auf Private Equity spezialisiert hat!
- Setzen Sie nur auf langjährig erfahrene Anbieter von Private Equity
- Lassen Sie sich das Verhältnis von positiven wie negativen Ergebnissen der Vergangenheit aufzeigen.
- Achten Sie auf eine hohe Streuung in viele Unternehmen (Dachfonds mit z.B. 40 Private-Equity-Fonds).
- Lange und auch flexible Laufzeiten sind kein Negativkriterium, es zeugt eher von hoher Erfahrung der Initiatoren.
- Bei Anlagen außerhalb von Dachfonds sollten Sie genau Risiko und Potential abwägen, da sich mit der geringeren Streuung auch das Risiko erhöht.
Fazit
Eine Anlage in Private Equity kann sehr lukrativ sein. Man weiß vorher nie genau wie lange der Anlagehorizont tatsächlich sein wird, da Unternehmen nur zu einem Zeitpunkt veräußert werden (sollten), wenn die Private-Equitiy-Gesellschaft dadurch einen Gewinn erzielt.
Private Equity ist auf jeden Fall ein Baustein eines gut gestreuten Anlageportfolios, sofern Ihre finanzielle Situation Ihnen es ermöglicht, auf Ihr eingesetztes Kapital für die Laufzeit zu verzichten.